Presse 2018

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Eine Stadt im Zeitreisemodus

16. mittelalterliche Katharinenkirmes in Stadt Blankenberg

Vor 770 Jahren wurde die Katharinenkirmes aus der Taufe gehoben. Feierlich wurde die neugebaute Kirche der heiligen Katharina geweiht, eine der bekanntesten und beliebtesten Heiligen der Katholischen Kirche. Die „Kirchweih“ veränderte sich im Laufe der Zeit im Sprachgebrauch und ist uns heute als „Kirmes“ bekannt. Seit 16 Jahren springt das kleine Städtchen Stadt Blankenberg über das Wochenende am Totensonntag zurück in das Jahr 1248, um an diesen historischen Akt zu erinnern. Auch in diesem Jahr richtet der Zarorien e.V. vom 23. bis 25. November erneut gemeinsam mit den Karnevalsfreunden Stadt Blankenberg einen Mittelaltermarkt aus, um die Besucher in eine Zeit zu entführen, als in Köln der Grundstein für den Kölner Dom gelegt wurde und der 6. Kreuzzug von Ludwig IX von Frankreich ausgerufen wurde.

Die Vorbereitungen für das Jubiläum laufen auf Hochtouren. Das Sicherheitskonzept steht und die meisten Händler sind schon auf der Fläche der kleinen Stadt eingeplant. „Es ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung“, gesteht 2. Vorsitzender Peter Stern. „Doch das Gefühl, wenn die ersten Händler ankommen und sich alles nach und nach an seinen Platz fügt und es läuft, ist immer wieder einzigartig.“

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Über 50 Stände verteilen sich erneut dichtgedrängt über den Kirchenvorplatz, den Markt sowie die Hauptstraße und lassen eine längst vergangene Zeit wieder auferstehen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Duftende Seifen und Öle, kunstfertig gefertigtes Geschmeide und Waffen, eingemachte Marmeladen und deftige Wurstwaren. Wer ungewöhnliche Weihnachtsgeschenke sucht, wird auf dem Mittelaltermarkt der Stadt Blankenberg fündig. „Wir haben Besucher, die uns seit 16 Jahren immer wieder besuchen“, erzählt Sieghard Hassel, erster Vorsitzender des Zarorien e.V. Während des Wochenendes flaniert er als Marktvogt über die Stätte und kümmert sich um den Marktfrieden. Die vielen Essens- und Getränkestände laden zum Verweilen und stärken ein. Wie seit vielen Jahren singen Ohrenfreut lustige und schauerliche Moritaten. Ala via sorgt mit Schalmei, Flöte und anderen Musikinstrumenten für das nötige mittelalterliche Feeling. Dopo Domani entfacht am Samstagabend traditionell eine mitreißende Feuershow.

Seit 16 Jahren ehrenamtlich im Mittelalter

Doch der ganze Markt wäre nicht möglich, ohne viele helfende Hände und ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept. „In unserem Verein arbeiten alle ehrenamtlich, um den Markt zu stemmen“, bestätigt Sieghard Hassel. Mehr als 20 Leute arbeiten hinter und vor den Kulissen. Sie begrüßen in historischem Gewand beispielsweise die Gäste und fragen höflich nach Spenden, aus denen sich der Markt finanziert. „Wir wollen Eintrittsgelder vermeiden und allen eine schöne Zeit bescheren“, erklärt Peter Stern. Sie sitzen hinter Marktständen und zeigten interessierten Besuchern ihre Handwerkskünste. Sie unterhalten die Gäste mit kleinen Theater-Einlagen oder laden zum Tanz. Sie sind Ansprechpartner vor Ort oder online für die Händler und Besucher, pflegen die Sozialen Netzwerke oder entwickeln im Vorfeld Flyer und Poster. Die Karnevalsfreunde übernehmen zusammen mit der DLRG die nötigen Absperrungen, weisen auf den Parkplätzen ein und stellen die nötigen Sanitäter, Rettungsfahrzeuge und Pendelbusse zur Verfügung. „Es ist ein enges Miteinander, das in den letzten Jahren sehr intensiv gewachsen ist“, bestätigt Rainer Lennartz, Vorsitzender der Karnevalsfreunde.
Der Markt beginnt am Freitag, den 23.11. um 16 Uhr und schließt seine Pforten um 22 Uhr. Samstag können Besucher von 10:00 – 22:00 Uhr durch die Stände schlendern. Sonntag öffnet er um 10:00 Uhr seine Türen und endet dann um 18:00 Uhr.

Weitere Informationen:

Zarorien e.V.

Sieghard Hassel (Vorstandsvorsitzender)

Vorstand @zarorien.de

Die heilige Katharina von Alexandrien zählt zu den beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. Sie starb den Märtyrertod unter dem römischen Kaiser Maximinus im Zuge der Christenverfolgung. Die Tochter eines zyprischen Königs wird in der Regel mit den Attributen Schwert, Rad und Krone gezeigt. Als Schutzheilige verehren sie Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen sowie Gelehrte wie Philosophen, Lehrer, Theologen, Studenten, Anwälte und Notare. Auch Handwerkern wie Wagner, Müller, Töpfer, Geber, Spinner, Tuchhändler, Seiler, Schiffer, Buchdrucker, Schuhmacher, Frisör und Näher steht sie zur Seite. Darüber hinaus wacht sie über Kirchengebäude, Universitäten, Hochschulen, Bibliotheken und Krankenhäuser. Sie schützt Feldfrüchte und steht bei Kopfschmerzen, Zungenerkrankungen und bei der Auffindung Ertrunkener bei.
Die Katharinen-Kirmes gilt derzeit als älteste, traditionelle deutsche Kirmes. Das Wort „Kirmes“ geht auf „Kirchweih“ zurück und verweist bei der Katharinen-Kirmes auf das Jahr 1248, als das ortsansässige Kloster der Stadt Blankenberg zur Pfarr-Kirche geweiht wurde.

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